Gungolding (mf) Erstmals urkundlich erwähnt wird Gungolding im Jahr 895. Um das Jahr 1230 übergab Bischof Heinrich II. seinem Domkapitel die Kirche zu Gungoltingen, die ihm bisher mit allen Rechten zustand. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde wahrscheinlich um 1459 errichtet und hatte zwei Türme. Ein Modell dieses Gotteshauses steht im Pfarrheim und wurde zur 1111-Jahr-Feier von Gungolding von Harald Eckart gefertigt. Bereits 1480 wird ein Turm als ruinös bezeichnet. Im Jahr 1729 fällt ein Stück der Riegelwand des hinteren Turmes auf das Seelenhäuschen, und 1738 erfolgt der Voranschlag, den alten Turm an der Westseite abzutragen und das Langhaus nach Westen zu verlängern. Der Ostturm sollte einen achteckigen Aufbau erhalten. 1740 begann die Bauausführung durch den Pollenfelder Maurermeister Josef Leitner. Dabei erhielt der Ostturm eine Kuppel mit Laterne. 1745 bekam die Kirche einen neuen Hochaltar, und am 10. August 1747 wurde das Gotteshaus durch den Eichstätter Weihbischof Großvon Trockaukonsekriert. Der jetzige Volksaltar erhielt genau 250 Jahre später, am 23. November 1997, seine Weihe. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt liegt auf einer Anhöhe nördlich außerhalb der Ortschaft und war einst eine mittelalterliche Wehranlage. Auf der Ost- und Nordseite fällt heute noch das Gelände steil ab. Früher waren die beiden anderen Seiten ebenfalls durch tiefe Gräben gesichert. Der Sitz der Edlen von Gungolding, die 1198 erstmals erwähnt werden, lag vermutlich bei der Kirche.