EK vom 26.02.2008

Christliches Menschenbild als Leitbild
Die CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer war zu Gast in Gungolding

Von Maria Frauenknecht
Gungolding (EK) Als energische und sehr gut aufgelegte Wahlkämpferin war am Samstagnachmittag die Generalsekretärin der CSU, Christine Haderthauer, nach Gungolding gekommen.
Schon gleich nachdem Haderthauer aus dem Auto gestiegen war, streckten sich ihr die Mikrofone von BR, ZDF und N24 entgegen, später kam dann noch RTL. Hier ging es natürlich um Bundes- und Landespolitik. Durch ihren Vortrag zogen sich dann wie ein roter Faden die Begriffe „Zusammengehörigkeit" und „Zusammenhalt". Ein Thema, das ihr besonders am Herzen liegt, ist die soziale Gerechtigkeit, und die tangiere jeden und dürfe von der CSU nicht anderen überlassen werden, denn „sozial ist nicht links und links ist nicht sozial". Arbeitslosigkeit, Schulden und Armut seien in den Ländern am höchsten, wo die SPD an der Regierung beteiligt sei. Bayern habe die größte soziale Zufriedenheit, und auch das'Gefühl der Sicherheit sei in keinem anderen Bundesland so hoch. Dies sei das erfolgreiche Markenzeichen der CSU. Auch habe kein anderes Land eine so erfolgreiche Integrationspolitik vorzuweisen wie Bayern: Die Kinder sollen von Anfang an verstehen, was in der Schule gesprochen wird, alles andere sei unsozial. Jeder, der hier wohne, habe doch wesentlich bessere Bildungschancen, wenn er gut deutsch spreche, und die allermeisten Menschen mit Migrationshintergrund seien dazu auch bereit. Besonders gut kam das klare Bekenntnis zur Familie bei den Zuhörern an: Haderthauer freue sich über das Betreuungsgeld und setze sich für die Wahlfreiheit bei der Betreuung der unter dreijährigen Kinder vehement ein. „Unser Leitbild muss das christliche Menschenbild sein, wo alle zusammengehören und zusammenhalten. Nur so sind die sozialen Standards zu halten". Auch in der Bildungspolitik wollte die Generalsekretärin die Familie nicht außen vor lassen: „Zum Bildungserfolg gehört die Familie, und die muss den Rahmen setzen." Der Mensch beginne auch nicht erst beim Abitur; die gute bayerische Wirtschaft werde getragen von kleinen und mittleren Unternehmen und deren Basis seien die hoch motivierten jungen Leute mit Hauptschulabschluss, „die sind unser Kapital". Zum Abschluss orderte Christine Haderthauer ihre Zuhörer noch eindringlich auf, ihrer „Bürgerpflicht" - zur Wahl zu gehen - unbedingt nachzukommen und auch überzeugend dazu zu stehen, „denn wer nicht wählt, der setzt kein Zeichen, er fördert die Demokratiefeindlichkeit und bevorzugt damit die Radikalen am Rand". Haderthauer erhielt für ihren engagierten Vortrag sehr viel Applaus. Mit Blumen und Geschenken bedankten sich der Ortsvorsitzende Roland Schermer und Bürgermeister Hans Meyer, der seinerseits den Nachmittag fortsetzte mit einem Rück- und einem Ausblick auf die Waltinger Gemeindepolitik. Anschließend stellten sich die Gemeinderatskandidaten der Liste CSU/Christliche freie Wähler und Landratskandidat Anton Knapp vor.


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